Unwohl

Mann, mir gehts nicht so gut. Hier in diesem Café fühle ich mich irgendwie nicht wohl. Fühle mich beobachtet, vielleicht weil es so klein ist oder alles gläsern ist. Aber eigentlich ging es mir schon davor nicht so gut. Ich hasse es wenn meine Therapie ausfällt, was heute passiert ist. Denn sie hilft mir so sehr, beruhigt mich,  gibt mir Optimismus… Und lässt meine Probleme viel kleiner erscheinen. Ob es wirklich irgendwann so wird, dass ich meine Therapeutin nicht mehr brauche und ich von selbst optimistisch und sorglos bin? Manchmal fühle ich, dass sich etwas in mir ändert. Aber dann ist es wieder weg und ich bin wieder so doof wie davor.

Ich habe so ein Video von einer Frau gesehn, die davon erzählt, dass sich etwas im Gesicht tut wenn man seine Mundwinkel nach oben zieht. Also so tut als würde man lächeln. Ich hab das jetzt schon ein paar mal ausprobiert und es wirkt glaub ich wirklich ein wenig ^^ Aber wenn man unter Leuten ist und dämlich vor sich hin grinst, wirkt man vielleicht etwas verrückt.

Ich versuche mal das Gefühl zu beschreiben: Ich fühle mich.. fehl am Platz, als dürfte ich hier nicht sein, als würde ich stören.

Ja… Und als ich diese Worte gerade niedergeschrieben habe, ist mir eingefallen, dass ich bei meiner alten Therapeutin schon über dieses Thema geredet habe. Dieses „fehl am Platz sein“.  Das hatte ich nämlich schon während der Uni und sogar viel mehr als jetzt.

Ich stelle mir vor, ich wäre jemand anderes. Jemand anderes dürfte hier sein. Jemand anderem wär es egal ob er stört oder nicht. Zum Beispiel Harry Quebert, der sein Buch schreibt, Tag für Tag in ein Café geht und sich nicht darum schert, ungewollt zu sein.

Aber mein Gefühl… geht nicht weg… Ich muss jetzt weg hier, sonst drehe ich durch.

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